Nackt-Scanner und Brust-Implantate

Seit gestern gibt es gute Nachrichten für Frauen mit Brust-Implantaten. Die neuen von der EU Kommission geplanten Körper-Scanner - auch Nackt-Scanner genannt - wurden von der deutschen Regierung vorerst abgelehnt und werden bei uns definitiv nicht eingesetzt werden. Diese Scanner sind in der Lage ein Abbild des Menschen auf dem Bildschirm ähnlich eines Röntgenbildes zu projizieren, wobei die Kleidung durchleuchtet und die Umrisse des "untersuchten" Körpers sehr deutlich erkennbar werden.

Besonders heftigen Widerstand leisteten nicht nur viele Teile der Bevölkerung sondern auch die Polizei Gewerkschaft und Kirchen in Deutschland. Trotz aller Proteste hier im Lande sieht es allen Anschein nach so aus, als ob die Nackt-Scanner in Zukunft im Ausland eingesetzt werden könnten. Immerhin ist zurzeit so ein Scanner laut Stern bereits am Amsterdamer Flughafen Schiphol im Einsatz. Die Benutzung scheint dort im Testlauf zu sein, da Passagiere freiwillig entscheiden können den Scanner zu nutzen oder nicht. Wer noch schnell seinen Flieger erreichen möchte, wird dies wahrscheinlich ablehnen, während andere vielleicht gerne einmal die körperlichen Umrisse durch die Scanner betrachten möchten.

Der Hauptgrund der Entrüstung gegenüber dieser Scanner war der Eingriff in die Privatsphäre, dadurch dass der Körper - wenn auch in eher mangelhafter Darstellung - nackt zu sehen ist. Des Weiteren sind Menschen die künstliche Geräte am Körper tragen den Scannern und den Augen des Flughafenpersonals ausgeliefert. Jeder der also einen künstlichen Darmausgang oder Urin-Katheter besitzt, würde diesen Preis geben müssen.

Dasselbe gilt auch für die vielen Frauen die sich irgendwann einmal für eine Brust-OP entschieden haben und Brustimplantate besitzen. Diese wären genauso deutlich zu erkennen wie vielleicht ein heruntergeschluckter Beutel mit Drogen, den Schmuggler verstecken könnten. Viele Frauen haben bereits ihr Entsetzen zum Ausdruck gebracht, dass solch ein Scanner Ihr Geheimnis öffentlich zu Tage bringen könnte. Immerhin ist nicht klar, ob ein solcher Scanner die Bilder genauso öffentlich darstellen würde, wie bei den jetzigen Handgepäckdurchleuchtungen auf jedem Flughafen. Die meisten Frauen verheimlichen Ihre Brustimplantate und wenn z.B. eine Lehrerin auf Klassen- oder Kursreise am Flughafen die Silikonimplantate einer Brustvergrösserung auf einem Bildschirm präsentiert bekommen würde, könnte sie sich schon im vorhinein gegen die Flugreise entscheiden. Auf diesem Bild hier sieht es allerdings so aus, als ob jeder einmal einen Blick auf die gescannte Person werfen könnte.

Glücklicherweise wird es in Deutschland erst einmal keine solchen Scanner geben. Nur wenn sie im Ausland zum Einsatz kommen, darf man ncht vergessen, dass jeder Hinflug mit einem Rückflug verbunden ist und dann die Sicherheitsregeln des Ausländischen Abflughafens gelten.