Schönheitsoperationen ohne mögliche Nebenwirkungen und Risiken
Obwohl Schönheits-OPs in vereinfachter Form von eingeborenen Stämmen seit hunderten von Jahren praktiziert werden und schon in längst vergangenen Kulturen bekannt waren, polarisieren sie immer noch die heutige Gesellschaft.
In der Öffentlichkeit gelten Eingriffe im Namen der Schönheit oftmals als verpönt. Den Wunsch nach einer Operation ist für viele Menschen ein Zeichen für ein niedriges Selbstbewußtsein, welches nicht in der Lage ist mit kleinen oder großen Makeln am eigenen Körper umgehen zu können. Für die operierten Frauen und Männer wiederum, ist eine kosmetisch-ästhetische OP ein Weg zu mehr Zufriedenheit.
Bevor jedoch das erste Beratungsgespräch für z.B. eine Nasenkorrektur oder Brustvergrößerung bei einem Plastischen Chirurgen stattfindet, haben die meisten Interessenten sich bereits ausgiebig über das Thema beim lokalen Arzt, in Zeitschriften, dem Fernsehen sowie im Internet informiert. Einerseits scheint die Hemmschwelle für Schönheits-OPs zu sinken, andererseits schrecken Nachrichten von schiefgegangene Eingriffe durch schwarze Schafe unter den Ärzte ab. Fest steht jedoch, dass die Nachfrage nach Informationen zu den verschiedensten Möglichkeiten ungebrochen hoch ist. Nie zuvor wurden OPs so oft in Fernsehmagazinen, Frauen- und Männerportalen und Internetplattformen thematisiert.
Das Problem bei aus diesen Medien gewonnenen Informationen besteht darin, dass man bei den meisten Berichterstattungen von einer Idealisierung der Schönheitschirurgie sprechen könnte. Die Eingriffe werden meistens zu einseitig dargestellt, indem einzig die Vorteile aufgezeigt, die Risiken aber verschwiegen werden. Eine ohne auf mögliche Nebenwirkungen und Risiken eingehende Reportage ist nicht zweckdienlich. Dies ist auch das Ergebnis einer kürzlich veröffentliche kanadischen Studie von Andrea Polonijo.
"Neben Tipps für die Schönheit, Mode und Diät stellen Frauenmagazine Schönheitsoperationen als normale Methode da, um die eigene Attraktivität zu verbessern oder erhalten. Für ihre Analyse hatte die Wissenschaftlerin 35 Artikel in den fünf populärsten englischsprachigen Frauenmagazinen untersucht. „Magazine kommunizieren eher die physischen Nebenwirkungen von Schönheits-OPs als psychologische Gesundheitsschäden“, fasst Andrea Polonijo ihre Erkenntnisse zusammen. Doch nur 18 Prozent der untersuchten Artikel erwähnten diese Nebenwirkungen." Quelle: Focus
Dies unterstützt nur die Verzerrung einer möglichen realistischen AUffasung von Schönheitsoperationen sowie den Andrang an Menschen die mit überzogenen Vorstellungen in Beratungsgespräche kommen.