Eingezogene Brustwarzen (Schlupfwarzen)
Eingezogene Brustwarzen sind nicht nach außen, sondern nach innen gewachsen. Sie werden auch oft Schlupfwarzen, Flachwarzen oder Hohlwarzen genannt.
Probleme mit den Brustwarzen
Selbst bei Erregung lassen sich diese nicht aufrichten und verharren in ihrer nach innen gekehrten Position. Der Grund dafür liegt darin, dass sie häufig mit darunter liegendem Gewebe fest verwachsen sind. Je nach Ausmaß kann dies als Störung beim Sex empfunden werden und auch das Selbstbewusstsein belasten. Eine physische Funktionsstörung kann auch beim Versuch zu Stillen vorliegen (zu kurzes Milchgangssystem). Der Wunsch die Schlupfwarzen vom Gewebe zu trennen und aufrichten zu lassen kann mit einer unkomplizierten Operation erfüllt werden. Zuerst sollte man im Beratungsgespräch mit einem Schönheitschirurgen darüber sprechen, wie er einem zu einem schönen Brustwarzen verhelfen kann.
Verschiedene Möglichkeiten
Ziel einer Operation ist die Aufstellung der Brustwarzen, so dass sie möglichst natürlich und schön aussehen. Vor der Operation muss jedoch unterschieden werden, ob ein Eingriff vorgenommen werden soll bei welchem die Milchgänge getrennt werden oder nicht. Bei einer Trennung der Milchgänge wird es hinterher unmöglich sein zu Stillen.
Klärung im Beratungsgespräch
Zuerst sollte man einen Termin bei einem Schönheitschirurgen für ein Beratungsgespräch machen. In dem Gespräch untersucht der Arzt die Brüste und Brustwarzen und erklärt genau mit welcher Technik sich die Brustwarzen wieder aufrechten lassen, sowie welche Risiken und Nebenwirkungen mit dem Eingriff verbunden sind.
Vor jedem Beratungstermin empfiehlt es sich zudem über alle Fragen nachzudenken, die sich einem stellen und diese für den Termin zu notieren. Während der Arzt die Fragen beantwortet kann man schauen, ob er sich ausreichend Zeit dafür nimmt und hinreichend auf eventuelle, geäußerte Bedenken eingeht.
Wie verläuft die Operation der Brustwarzen?
Eine Schlupfwarzen-Operation dauert ungefähr eine Stunde. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schönheitsoperationen ist hier keine Vollnarkose nötig, sondern es reicht ein ambulanter Eingriff mit einer lokalen Betäubung. Wie bereits erwähnt gibt es zwei verschiedene Methoden die eingezogenen Brustwarzen aufzurichten.
Bei einem Eingriff ohne Durchtrennung der Milchgänge wird die Patientin betäubt und mit einem kleinen Schnitt auf dem Warzenhof das Brustwarzengewebe angehoben. Das Gewebe bleibt jedoch mit der Brustdrüse verbunden und wird in der neuen, angehobenen Position festgenäht.
Eine Schlupfwarzenoperation mit einer Durchtrennung der Milchgänge wird meistens nur angewendet, wenn die andere Methode nicht durchführbar ist. Auch hier wird ein Schnitt an der Brustwarze vorgenommen und dann die darunter liegenden Milchgänge durchtrennt. Anschließend wird die Brustwarze aufgerichtet und in der gewünschten Position eingenäht.
Nach einem Eingriff wird ein Verband angelegt und die Patientin kann schon wenige Zeit nach der Operation nach Hause gehen. Neben den üblichen Schmerzen, die gut mit schmerzstillenden Medikamenten behandelt werden können, sollte man darauf achten, dass ausreichend Ruhe vorhanden ist. Auf keinen Fall sollte man sich zu viel bewegen und auch nicht beim Verlassen der Klinik alleine mit einem Auto fahren, sondern sich lieber abholen lassen. Fäden müssen nach der Operation nicht gezogen werden und schon nach 2 Tagen kann man wieder normal einer Tätigkeit nachgehen. Die Schwellung an den Brustwarzen sollte ca. 3 Wochen nach der Operation vollständig verschwunden sein.
Siehe auch:
Brustvergrößerung - Brustverkleinerung - Bruststraffung - Brustimplantate - Kosten einer Brustvergrößerung
Zum Weiterlesen:
Wikipedia: Mamillenrekonstruktion