Plastische Chirurgie

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Genitalien / Geschlechtsorgane

Genitalien / Geschlechtsorgane: Die weiblichen Geschlechtsorgane werden in äußere und innere Geschlechtsorgane eingeteilt. Zu den äußeren Geschlechtsorganen gehören die Vulva mit den großen und kleinen Schamlippen sowie der Klitoris. Das innere Geschlechtsorgan stellt die Scheide dar.

Für die Schönheitschirurgie sind insbesondere die Schamlippen von Bedeutung, weil sich deren Form im Rahmen einer Schönheitsoperation anpassen lassen. Die Schamlippen sind ein doppelt paarig auftretender Teil der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die in ihrer Gesamtheit als Vulva bezeichnet werden.

Die großen (äußeren) Schamlippen

Die großen Schamlippen verlaufen vom Venushügel bzw. Schamhügel bis zum Damm. Sie verdecken Klitoris, Harnröhrenöffnung und Scheideneingang und schützen diese somit. Die großen Schamlippen enthalten Fettgewebspolster und sind von pigmentierter Felderhaut bedeckt. Bei der erwachsenen Frau sind sie im natürlichen Zustand zum Teil mit Schamhaaren bewachsen, die von vielen Frauen entfernt werden.

Die kleinen (inneren) Schamlippen

Bei stehender Körperhaltung sind meist nur der Venushügel und die äußeren Schamlippen sichtbar, die inneren Schamlippen bleiben verdeckt. Die inneren Schamlippen werden zwischen den äußeren sichtbar; ihre durchschnittliche Länge liegt im Bereich zwischen 1 und 2 cm. Die kleinen Schamlippen begrenzen seitlich den Scheidenvorhof und treffen an der Klitoris (Kitzler) zusammen. Sie sind dünne, fettfreie, an der Außenseite stark pigmentierte Hautfalten aus mehrschichtigem Plattenepithel. Die Innenseiten sind wenig pigmentiert, unverhornt und enthalten Talgdrüsen. Die kleinen Schamlippen laufen vorne in je zwei Falten auseinander, wobei die vordere Falte sich mit der Gegenseite zur Kitzlervorhaut vereinigt. Die jeweils hintere Falte endet als Kitzlerzügel direkt an der Klitoris.

Normalerweise werden bei den meisten Frauen die inneren Schamlippen durch die äußeren verdeckt, die inneren Schamlippen sind also nur sichtbar, wenn die Beine geöffnet oder die äußeren Schamlippen mit den Händen auseinander gehalten werden. Jedoch findet sich bezüglich Größe und Ausprägung eine gewisse Varianz, so dass die inneren Schamlippen bei einigen Frauen durchaus auch bei gewöhnlicher Körperhaltung sichtbar werden. Die statistische Verteilung ist allerdings stark linksschief, das heißt, bei einem Großteil der Frauen sind die inneren Schamlippen eher gering ausgeprägt. In einer Untersuchung des Sexualforschers Robert L. Dickinson an 2981 Frauen fanden sich Längen von null bis sechs Zentimetern, wobei sich der Großteil der Frauen (87,7 %) im Bereich unter zwei Zentimetern befand.

Merkmale

Die Größe und die Gestalt der großen und kleinen Schamlippen können von Frau zu Frau deutlich variieren. Eine Normalausprägung bzw. etwaige Merkmale einer Abweichung können daher nicht definiert werden. Die kleinen Schamlippen reagieren empfindlich auf Berührungen, bei sexueller Erregung füllen sie sich mit Blut, färben sich dunkler und schwellen an. Bei manchen Frauen wird dadurch der Scheideneingang freigelegt oder die Schamspalte etwas geöffnet.

Operative und kosmetische Veränderungen

Die Entfernung der Schambehaarung, im Sinne einer Schamhaarrasur oder auch Intimrasur, ist in vielen Kulturkreisen verbreitet und gehört seit einigen Jahren, insbesondere unter jüngeren Frauen, auch im westlichen Kulturkreis zur Normalität. Die gesellschaftlichen Schönheitsvorstellungen bezüglich der Ausgeprägtheit der Schamlippen, insbesondere der kleinen Schamlippen, können zwischen den Kulturkreisen stark variieren.

Bei übergroßen oder als übergroß empfundenen inneren Schamlippen lassen einige Frauen einen operativen Eingriff (Labioplastik) durchführen. Sie wird zwar in seltenen Fällen auch aus medizinischer Notwendigkeit, meistens jedoch aus ästhetischen Gründen praktiziert.

Diese Infos basieren auf dem Artikel Schamlippen aus Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels verfügbar.