Nasenoperation / Nasenkorrektur
Als Nasenkorrektur bzw. Nasenoperation, oder auch Rhinoplastik, wird die operative Korrektur der äußeren menschlichen Nase bezeichnet. Sie dient der Behandlung von angeborenen Formveränderungen wie z.B. einer Höckernase oder Verletzungsfolgen wie Schiefnase und Sattelnase. Auch die Korrektur von Nasenspitzen- oder Nasenflügelveränderungen im Rahmen von Schönheitsoperationen fällt unter diesen Begriff.
Die operative Korrektur der inneren menschlichen Nase heißt Nasenseptumplastik, der häufige Fall von gleichzeitiger Korrektur des inneren und äußeren Nasengerüstes Septo-Rhinoplastik. Bei der Rhinoplastik kann überschüssiges Körpergewebe wie z.B. der Knochen oder Knorpel eines Nasenhöckers entfernt werden (Nasenreduktionsplastik), oder zerstörtes oder fehlendes Gewebe wird durch Gewebeverpflanzung ersetzt (Nasenaufbauplastik).
Operationsmethoden
Bei den meisten Rhinoplastiken wird der von Jacques Joseph entwickelte endonasale Zugang verwendet: die Schnitte befinden sich innerhalb der Nase, es entstehen keine äußerlich sichtbaren Narben. Auf diese Weise können Schiefnasen und Höckernasen begradigt, Nasen verkleinert und Sattelnasen aufgebaut werden. Die Korrektur von Formveränderungen der Nasenspitze und der Nasenflügel ist auf diese Weise oft nicht mit der erforderlichen Übersicht möglich, vor allem, wenn es sich um schwierige Korrekturen oder Zweiteingriffe handelt. In diesen Fällen wird bei einer offenen Rhinoplastik die Hautbedeckung von Nasenspitze und Nasenflügeln abgehoben, um besser an das Gewebe gelangen zu können. Dabei entsteht eine winzige äußerliche Narbe am Übergang der Oberlippe zum Nasensteg. Der größere Teil der Narbe ist auch hier im Naseninneren verborgen.
Patient am dritten Tag nach einer Rhinoplastik.
Zum Gewebeersatz bei Nasenaufbauplastiken wird vorzugsweise körpereigener Knorpel verwendet, der entweder von der Nasenscheidewand, dem Ohr oder auch aus der Rippe entnommen werden kann. Wenn diese autologen Transplantate nicht in ausreichender Menge gewonnen werden können, werden ersatzweise auch Kunststoffe wie speziell strukturiertes Polytetrafluorethen verwendet.
Risiken
Nach einer Langzeitstudie aus dem Jahr 2001 verändern sich nach der Korrektur 40 Prozent der Nasen in unerwünschter Weise. Die besten Erfolge werden nach dieser Studie in jungem Alter erzielt, bis etwa 30 Jahre.
Die Operation wird, außer in Ausnahmefällen, in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Konstitution des Patienten, kann der Eingriff stationär (3-4 Tage) oder ambulant durchgeführt werden. Der Schnitt wird in der Nase durchgeführt, so dass von außen keine Narben sichtbar sind. Nach Abtragung von knöchernen Anteilen, muss für ca. 7 Tage ein Nasengips getragen werden, danach noch für eine Woche ein Pflaster. Gesellschafts- und arbeitsfähig ist man nach ca. 2 Wochen. Normale Folgen des Eingriffs sind leichte Blutungen und Blutergüsse sowie vorübergehende Gefühlsstörungen im OP-Bereich. Relativ häufig ist leichtes Nasenbluten. Selten treten Infektionen auf. Wuchernde Narben im Naseninneren können zu einem Narbenhöcker führen; die Häufigkeit liegt bei etwa 5 Prozent.
Diese Infos basieren auf dem Artikel Nasenoperation aus Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels verfügbar.
